Wir setzen ein Zeichen gegen sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung

Johannes-Wilhelm Rörig
Johannes-Wilhelm RörigMitglied des Bundestages
Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs

“Gerade Mädchen und Jungen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen und Behinderungen haben ein erhöhtes Risiko sexuellen Missbrauch zu erleiden. Täter und Täterinnen knüpfen gezielt an den Handicaps der Kinder und Jugendliche an und nutzen ihre erhöhte Verletzlichkeit oder Bedürftigkeit aus. Umso wichtiger ist es, dass Bezugspersonen wie Pädagoginnen und Pädagogen, Betreuerinnen und Betreuer aber auch Familienangehörige im besonderen Maße für das Thema des sexuellen Missbrauchs sensibilisiert sind. Gleichzeitig sollten sie die Stärken der beeinträchtigten Mädchen und Jungen in den Blick nehmen und sie in ihrem Selbstwertgefühl unterstützen.”

Hubert Hüppe
Hubert HüppeMitglied des Bundestages
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, a.D.

“Das Thema des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung war ein wichtiges politisches Themengebiet meiner bisherigen Amtszeit. Nicht zuletzt die Diskussionen um die Studie “Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderung und Beeinträchtigung in Deutschland.“ haben dazu geführt, dieses Thema in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Danach sind Frauen mit Behinderung und Beeinträchtigung zwei- bis dreimal häufiger sexuellem Missbrauch in Kindheit und Jugend ausgesetzt als der weibliche Bevölkerungsdurchschnitt. Frauen die in Einrichtungen der Behindertenhilfe leben und arbeiten, sind häufig Gewalt ausgesetzt.
Ich begrüße es daher sehr, dass mit Ihrem Forschungsprojekt „Vorbeugen und Handeln – Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung“ (www.semb.eu) eine deutschlandweite Bestandsaufnahme in Förderschulen und Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe sowie die Entwicklung und Evaluation von Fortbildungs- und Präventionstrainings für pädagogisches Personal und Kinder mit körperlicher, sogenannter geistiger und einer Hörbehinderung erfolgen soll.
Ihr Forschungsprojekt kann dazu beitragen, Licht in dieses wahrlich dunkle Kapitel der Lebensumstände von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen zu bringen und Wege aufzuzeigen, wie durch Prävention und Fortbildung des pädagogischen Personals sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen verhindert werden kann.”

Bekannte UnterstützerInnen

Hanne Brenner
Hanne BrennerDeutsche Dressurreiterin im Behindertenreitsport
„Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ist ein für mich unvorstellbares Verbrechen, nutzt es doch die Wehrlosigkeit der jungen Opfer aus.
Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung sind noch schutzloser und ein derartiges Verbrechen an ihnen macht mich sprachlos und gleichzeitig so wütend, dass ich dagegen etwas tun möchte.
Deshalb unterstütze ich die SeMB von ganzem Herzen.“
Kirsten Bruhn
Kirsten BruhnDeutsche Schwimmerin im Behindertenschwimmsport
„Wegsehen und nur Reagieren ist hier nicht angebracht!
Kinder sind unsere Zukunft und die wollen wir alle schön und hoffnungsvoll erleben.
Missbrauch ist weder schön noch hoffnungsvoll und hat keinerlei Daseinsberechtigung!
Also müssen wir zusammen dagegen kämpfen!“
Gaby Köster
Gaby KösterDeutsche Schauspielerin und Komikerin
„Das Thema ´sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung´ macht selbst einen Menschen wie mich, der eigentlich für sein Mundwerk bekannt ist, sprachlos. Allein der Gedanke, dass es da draußen Menschen gibt, die sich feige und hinterrücks an den schwächsten Mitgliedern unserer Gesellschaft zu vergreifen, ist an Abartigkeit und Niedertracht nicht zu überbieten. Und da diese Kinder und Jugendlichen keine Stimme haben, die gehört wird oder – noch schlimmer – sogar von den Tätern zum Schweigen gebracht wird, müssen wir alle unsere Fassungs- und Sprachlosigkeit überwinden. Und darum unterstütze ich das Projekt ´Vorbeugen und Handeln – Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung´.“
Wilfried Schmickler
Wilfried SchmicklerKölner Kabarettist